Historie 1910 - 1975

Auch das 20. Jahrhundert verlief für die Firma P. J. Landfried sehr wechselhaft - insbesondere bedingt durch die beiden Weltkriege. Wenige Jahre vor dem ersten Weltkrieg gründete die Firma die erste Tabakplantage für Zigarrentabake in Kamerun. Die Plantage erreichte eine Größe von 7.000 Hektar. Als jedoch die erste richtige Ernte beginnen konnte, war der erste Weltkrieg ausgebrochen und somit ging alles verloren. Später konnten die Franzosen die Früchte ernten, nachdem Kamerun in französische Verwaltung fiel.

(Bild links: Besprechungsraum Landfried Immobilien)


Auch die Kriegs- und Nachkriegsjahre brachten durch die staatliche Bewirtschaftung einige Schwierigkeiten mit sich. Der allgemeine Rückgang des Zigarrenkonsums - beginnend in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts - verstärkte den Wettbewerb erheblich. Als Konsequenz hieraus verstärkte die Firma P. J. Landfried ihr Engagement im Segment der qualitativ höherwertigen und somit teureren Zigarren und Einstellung der Rauchtabakproduktion. Wenn auch der mengen-

mäßige Umsatz dadurch zurückging, trug diese Entscheidung zur Stabilisierung des Unternehmens bei. 

 

  • ca. 1910: Gründung einer Tabakplantage in Kamerun
  • 1915-1921: Bau der Zwischenflügel für die beiden bisher separat stehenden, parallelen Produktionsgebäude, so daß ein geschlossenes Viereck mit Innenhof entsteht.
  • 1916:  Bau einer Kantine als Sichtfachwerkbau (heutiges Moe`s Roadhouse)
  • ab 1960: aufgrund Rückgang des Zigarrenkonsums und Umstellung der Produktion auf qualitativ höherwertigere und teuere Zigarren.
  • 1975: Einstellung der Zigarrenproduktion in der Fabrik in Heidelberg. Die Produktion von Zigarren verbleibt in der Fabrik in Dielheim bis 2010.

Verschiedene Tabakdosen aus den 20er, 30er und 40er Jahren.


P. J. Landfried GmbH & Co. KG

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