Der Name Landfried in Heidelberg: 1686 bis 1810

Originaltext aus dem Buch von Wilhelm Landfried: Ein Rückblick auf hundert Jahre

In den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts unter der Regierung Karl Ludwigs des Wiederherstellers der Pfalz und Vater der Pfälzer Liselotte begann in der sich langsam von den Schrecken des 30-jährigen Krieges erholenden Rheinebene, der Anbau von Tabak einen größeren Umfang anzunehmen.

 

Ein eigentümlicher Zufall will es, daß etwa zur gleichen Zeit um das Jahr 1686 wir auch zum ersten Mal Kenntnis erhalten von einem Heidelberger Bürger, der den Namen Landfried trägt.

 

So verknüpft sich die Geschichte des Pfälzer Tabaks schon in Ihren ersten Anfängen mit der Geschichte unseres Hauses.

Jener erste Landfried, den wir als unseren Stammesvater betrachten müssen, war Johann Ludwig Landfried, Besitzer der Gastwirtschaft zum goldenen Herzen, der Überlieferung nach einer Hugenottenfamilie entstammend.

 

Sein Urenkel Philipp Jakob Landfried, geboren am 2. März 1788, als Sohn des Bierbrauers Johann Stephan Landfried "zum weißen Schwanen", war mein Großvater. Er ist der Begründer unseres Geschäftes, das im Jahr 1810 unter der Firma Philipp Jakob Landfried als Landesproduktenhandlung ins Leben trat.

 

Er verlegte sich hauptsächlich auf den Vertrieb von Pfälzer Rohtabak und auf die Fabrikation von Raps- und Mohnöl.

Das Gasthaus "Zum weißen Schwan" ging im Jahre 1806 an seinen Bruder Philipp Friedrich über.

 

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